Nachruf von Eric Scott

 

Vor drei Monaten klingelte mein Telefon, "Hey Ricki-Tik, wie wäre es heute?" Diese sieben Worte, in Joes unverwechselbarer Stimme gesprochen, bedeutete, „ich bin verfügbar und können wir zusammen zu Mittag essen“. So haben wir es seit über 35 Jahren getan. Wir lernten uns bei der TV-Serie "Die Waltons" im Jahr 1972 kennen, als ich 13 Jahre alt war und Joe 44, und obwohl wir um die 30 Jahre auseinander waren, gab es immer eine Art Verwandtschaft zwischen uns. Er sagte immer, mein Charakter wäre eher ein Godsey als ein Walton. Eines Tag fragte mich Joe, ob ich daran interessiert wäre, mit ihm eine Show zu erstellen und gemeinsam aufzutreten. Zwar hatte ich noch nie gesungen oder getanzt, aber ich würde alles tun, um Joe zu folgen. Nun, nach 1 ½ Jahren des Übens und Probens führten wir unsere Show in der Öffentlichkeit auf und zwischen meinen zwei linken Füßen und Joes 'zwei rechten Füßen hatten wir eine tolle Zeit und das Publikum liebte uns. Was mir auffiel war, dass Joe gerne neue Leute kennenlernte und es liebte neue Freundschaften zu schließen. Doch das Wichtigste war, dass aus dieser Erfahrung eine lebenslange Freundschaft entstand, die im Laufe der Jahre immer mehr gewachsen ist.

Wir haben uns monatlich getroffen und nachdem ein paar Nettigkeiten ausgetauscht wurden, haben wir zuerst über die Geschäfte gesprochen. In Joes Fall seine Immobilienfirma und später seine Investitionen und Mieterangelegenheiten. Joe erzählte mir von seiner neuesten Toastmasters Rede, seiner Liebe zu Tennis und Golf, seine letzten Reisen, ein Buch, das er gerade gelesen hatte (Joe war ein unersättlicher Leser und bevorzugte historische Biographien). Oder Joe erzählte mir von einem neuen Buch, an dem er gerade schrieb, und ich war in der Regel total beindruckt von seiner unglaublichen Fähigkeit, eine Geschichte zu vermitteln. Er war ein wunderbarer Geschichtenerzähler.

Aber wir sprachen auch über schwierige Zeiten, z. B: als meine Frau an Krebs starb, war Joe eine toller Zuhörer und gab mir Kraft, durch diese schreckliche Zeit in meinem Leben zu kommen.

Joe war ein dekorierter Held des Korea-Krieges und ein außerordentlicher Geschäftsmann, aber seine große Leidenschaft galt dem Schauspiel. Noch im Jahr 2009 war Joe voll Sehnsucht nach einer neuen Traumrolle. Er sagte zu mir: "Rick, ich habe immer noch dieses Schauspieler-Gen in mir!". Joe erzählte mir auch, dass "sobald man bei einem Agenten unterzeichnet hat, es Zeit ist, nach dem nächsten zu schauen." Joe war ein Entertainer und seine Arbeit wird den kommenden Generationen viel Freude bringen.

Als wir uns im März trafen und ich zu ihm in den Country Club fuhr, sollte es das letzte Mal sein, wie sich später zeigte. Ich fragte Joe etwas, das ich ihn nie vorher gefragt hatte: "Bereust Du irgend etwas ?" Er schloss die Augen und atmete tief ein, öffnete die Augen, in denen sich all die Aufrichtigkeit der Welt spiegelte und sagte: "Nein, nicht wirklich." Ich sagte: "Gut".

Joe war ein Freund, ein Vertrauter und der freundlichste, liebevollste Mann, den ich je gekannt habe.

Ich werde unsere gemeinsamen Mittagessen vermissen.

 

Übersetzung und Nachdruck mit freundlicher Genehmigung von Eric Scott

   

  
       

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