In liebevoller Erinnerung an Earl Hamner

10. Juli 1923 - 24. März 2016
  
.

Unsere Reise nach Waltons Mountain zum großen Fantreffen 2011

Unsere Reise nach Waltons Mountain 2011 führte uns diesmal zuerst von Frankfurt am Main nach New York City. Nach sechs aufregenden Tagen in NY mit vielen tollen Eindrücken und superwarmen Wetter (fast 30°) sind wir dann mit dem Zug von New York nach Philadelphia gefahren, verbrachten dort eine Nacht im historischen Teil der Stadt und nahmen am nächsten Tag unseren Mietwagen am Flughafen in Empfang. Nun ging es weiter per Auto nach Richmond in Virginia, wo wir aufgrund eines Staus erst mitten in der Nacht eintrafen.

Unterwegs auf dem Highway wurden wir dann auch noch von "John-Boy" überholt, der es eilig hatte, nach Richmond zu kommen, um sich dort mit Earl Hamner zu treffen.

Samstag, 15. Oktober 2011

Am Abend des 15. Oktober fand in Richmond die große Literaturpreisverleihung statt, bei der Earl Hamner für sein Lebenswerk ausgezeichnet werden sollte. Diese Preisverleihung war für uns ein ganz besonderes Erlebnis ! Zunächst hatten wir die Möglichkeit, uns vor der eigentlichen Preisverleihung ca. 1,5 Stunden lang mit anderen Gästen und Nominierten zu unterhalten, darunter natürlich auch mit Earl Hamner und seiner Familie.

Unsere Freundin Carolyn stellte uns Earl Hamner vor. Dies war für uns die erste Begegnung mit ihm und Earl Hamner faszinierte uns vom ersten Moment an. Er strahlt eine große Ruhe und Gelassenheit aus, gepaart mit einer großen Freundlichkeit. Wir unterhielten uns über alle möglichen Dinge. Er stellte uns auch seine Frau und seine beiden Kinder Scott und Caroline vor. Seine beiden Kinder hatten ganz kleine Rollen in dem Werk von Earl Hamner aus dem Jahre 1971 The Homecoming übernommen. Seine Frau Jane ist eine äußerst hübsche, liebevolle, warmherzige Frau. Man spürt es sofort, wenn man sie anblickt, ihre Augen strahlen und auch seine Kinder waren sehr nett und freundlich zu uns.

Bild Quelle: BigBruno

Nach dem Dinner fand dann die eigentliche Preisverleihung statt, die mit dem Höhepunkt endete, nämlich der Verleihung des Lifetime Achievement Award an Earl Hamner für sein Lebenswerk – überreicht aus den Händen von „John-Boy Walton“ Richard Thomas. Wir hatten Richard Thomas bereits im Vorfeld bei dem Dinner gesehen und hatten auch die Gelegenheit, mit ihm zu sprechen und einige Fotos zu machen. Richard Thomas ist genau wie Earl Hamner ein faszinierender Mensch. Er war sehr geduldig mit seinen Fans, jeder durfte ihn fotografieren und mit ihm sprechen und immer lachte er und hörte aufmerksam zu. Er fragte, woher wir kommen und als ich meine Heimatstadt nannte, war seine spontane Reaktion, "Oh Wiesbaden, eine schöne Stadt". Was ja wohl auch stimmt. Wir waren überaus glücklich, ihn und Earl Hamner kennenzulernen, was man wohl auch auf unseren Bildern sehen kann.

Bild Quelle: BigBruno

Also, Richard Thomas überreichte Earl Hamner diesen Preis und es war ein Erlebnis. Es gab Standing Ovations, die Leute applaudierten und johlten und es war eine Freude, dies alles miterleben zu dürfen. Etwas, was wir nie im Leben vergessen werden. Der krönende Abschluß für uns war natürlich dann noch ein Bild mit den beiden "John-Boy´s" Earl Hamner und Richard Thomas. Unsere Freunde Carolyn und Bruce strahlten mit uns um die Wette.

Bild Quelle: BigBruno

Bild Quelle: BigBruno

Bild Quelle: BigBruno

Bild Quelle: BigBruno

Am nächsten Tag ging es dann weiter nach Schuyler bzw. nach Lovingston. Dort hielten wir uns für 4 Nächte auf, besuchten den Blue Ridge Parkway, das Museum in Schuyler bis es dann weiter ging nach Lynchburg ins Kirkley Hotel, wo ab Freitag das Walton Fantreffen stattfinden sollte.

Freitag, 21. Oktober 2011

Freitag um 16 Uhr sollte das Meet & Greet stattfinden. Zuvor trafen die ersten Gäste ein. Manfred half beim Aufbauen der Tische. Auf dem Weg zum Treffpunkt lief mir als erstes Eric Scott über die Füße, der gerade eingescheckt hatte und seinen Koffer hinter sich herzog. Ein Lächeln und ein kurzes Hallo, dann verschwand er um die Ecke .

Beim Meet & Greet gab es dann natürlich ein großes Hallo mit liebgewonnenen Bekannten vom letzten Jahr, wir trafen neue Waltonfans und wir alle zusammen freuten uns natürlich auf das Eintreffen der Darsteller. Als erstes entdeckten wir Eric Scott und Mary McDonough, die beide gerade von einem Fernsehsender interviewt wurden. Ich hatte ein kurzes Gespröch mit Eric, der mit seiner Frau und den beiden kleinen Kindern angereist war. Eric konnte sich gut an unsere Webseite erinnern und freute sich über unser Engagement daran. Natürlich konnten wir auch einige Fotos mit ihm und uns machen. Mary habe ich nur kurz beim Bewundern eines selbst gestalteten Walton-Fotobuches von Waltonfan Christine gesehen, welches wir uns zusammen ansahen. Dann klingelte ihr Handy und sie war ins Telefonat vertieft.

Nach 1 – 1,5 Stunden wurde es ruhiger. Auch wir machten uns auf den Weg in die Hotellobby, als wir plötzlich den nächsten Ehrengast vor uns sahen. Da stand David Harper. Übrigens war dies David Harpers erste Teilnahme an einem Walton Fantreffen seit 18 Jahren. Völlig leger in Jeans und Sweatshirt mit Sonnenbrille in der Hand stand er in der Hotellobby und hatte auch schon den ersten Waltonfan an seiner Seite. David wirkte wie einer von uns und er verhielt sich auch genauso. Irgendwann stand ich an seiner Seite, stellte mich vor und er wußte zugleich, wer ich war, denn wir hatten im Vorfeld bereits schriftlichen Kontakt miteinander. Er freute sich riesig und sagte: “Lass dich drücken" und gab mir eine feste Umarmung.

Es war einfach eine Freude ihn kennen zu lernen.

Bild Quelle: Ryan Littley

Freitag abend saßen wir mit Carolyn und David Harper und einigen wenigen Waltonfans im kleinen Kreis zusammen. David Harper und Carolyn besprachen, was von seinen mitgebrachten Souvenirstücken in die morgige Auktion sollte, während wir einfach nur den Augenblick genossen. So hatten wir Gelegenheit, uns seine Schätze einmal aus der Nähe betrachten zu können. Am Ende des Abends erhielten wir dann ein ganz besonderes Geschenk von David, nämlich eines seiner Manuskripte, natürlich mit seiner Widmung versehen. Wie sehr wir uns freuten, kann sich jeder Waltonfan vorstellen.

Später am Abend erhielten wir noch eine Überraschung. Die Geschäftsleitung des Kirkley Hotels überreichte uns einen prall gefüllten Präsentkorb als Willkommensgruß. Welch tolle Geste ! Wir waren sehr gerührt und haben uns riesig gefreut.

David Harper war die Überraschung des Wochenendes für uns. Wir lernten ihn von einer Seite kennen, die wir uns so garnicht vorgestellt hatten. Zunächst einmal besitzt er sehr viel Humor, es gab viel zu lachen, wenn man sich mit ihm unterhielt. Gleichzeitig stellte sich heraus, dass er doch ein sehr nachdenklicher und sehr kluger, intelligenter Mensch ist, der uns durch seine ruhige, äußerts freundliche und charmante Art beeindruckte. Jedesmal wenn er mich sah, z. B. morgens beim Frühstück, egal ob er im Gespräch mit einem anderen Menschen war, er hob die Hand und rief: Good morning, Dagmar.“ Darüber war ich doch ziemlich erstaunt und meine Reaktion Ähhh, “ Good morning ... David „ dauerte dann auch immer ein bißchen.


Samstag, 22. Oktober 2011

Jon und Marion Walmsley lernten wir erst am nächsten Morgen kennen, als alle vier Darsteller eine große Autogrammstunde gaben, zu der auch die Öffentlichkeit eingeladen war. Die Darsteller signierten Bücher, Photos und Manuskripte, die man vor Ort erwerben konnte und natürlich war auch Mary´s Buch zu haben. Der Andrang war groß. Mit Marion habe ich mich an diesem Tag mehrfach länger unterhalten können. Sie erzählte mir u.a. von ihrem Leben in Kalifornien und Jon Walmsley fragte mich auf deutsch: „Wie geht es Ihnen“. Er spricht ein bißchen deutsch und ist auch stolz darauf. Und David rief wieder: „Hi Dagmar, Good morning !“

Wie wir erst jetzt erfuhren, hatte sich Jon Walmsley vor kurzem bei einem Verkehrsunfall einen Finger gebrochen und war so leider nicht in der Lage, uns Fans an diesem Wochenende musikalisch zu unterhalten. Schade.

Nach einer Weile verließen wir die Autogrammstunde und machten uns auf den Weg nach Schuyler zum Hamner Haus. Ein kurzer Besuch des Hamner Hauses, dann ging es weiter die Straße hinauf zum ehemaligen Krankenhaus, in dem Earl Hamner geboren wurde. Dort saßen wir in einer kleinen Gruppe beieinander, tranken und aßen und hatten unseren Spaß. Auf dem Rückweg entdeckten wir David Harper, der inmitten einer kleinen Gruppe von Fans auf den Stufen zur Veranda des Hamner Hauses saß. Als er uns entdeckte, hob er die Hand und rief „Hi Dagmar ...„

Auch Eric Scott war in Schuyler und besuchte unterdessen mit seiner Familie das Walton Mountain Museum.

Schließlich ging es wieder zurück nach Lynchburg ins Kirkley Hotel, wo wir uns für den Abend frisch machten, uns umzogen, die Videokamera und die Digitalkamera aufluden und uns dann auf den Weg zum Dinner machten.

Ein wunderschöner großer Weihnachtsbaum schmückte den Festsaal, die Tische waren weihnachtlich eingedeckt und als Gastgeschenk gab es für jeden eine Weihnachtskugel, die wir heil mit nach Hause brachten.

Zu unserer großen Freude saßen wir am Tisch von David Harper. Mein Platz war direkt neben seinem. Es gab wieder ein gemeinsames Büffet-Essen, dann kam der Weihnachtsmann und brachte einen Sack voll Geschenke für die kleinen Kinder. Anschließend gingen David, Eric, Jon und Mary nach vorne auf die Bühne , hielten eine kleine Ansprache und beantworteten anschließend jede Menge Fragen der Waltonfans.

Dann begann die große Auktion. Es gab jede Menge signierte Bilder von Richard Thomas, Earl Hamner, David Harper zu ersteigern, ebenso wie Manuskripte, Zeitungsberichte über die Waltons, bestimmte Sammlerstücke wie die Luchbox und vieles mehr. Der Höhepunkt aber war ein privates Foto von David Harper, welches nach langem Steigern zwischen zwei weiblichen Fans dann letztendlich für $ 160 an eine der beiden ging. Als Bonus versprach David der Gewinnerin auch noch einen Kuß, der dann unter allgemeinem Gejohle der Menge auch an Ort und Stelle eingelöst wurde. Wir hatten unseren Spaß !

Nach Ende dieser Auktion gab es noch eine zweite Autogrammstunde für alle Teilnehmer des Fantreffen. Jeder der vier Darsteller nahm sich Zeit für seine Fans, lies sich erneut fotografieren und es lohnte sich, sich in der langen Schlange anzustellen. Zum Ende hin waren wir alle sehr müde, aber ein paar gemeinsame Fotos mit Carolyn und ihren tollen Schwestern und den Ehrengästen mußten noch sein. Danach sind wir völlig müde und erschöpft aber glücklich auf unser Zimmer gegangen. Schlafen konnten wir noch lange nicht, so sehr waren wir wieder einmal erfüllt von all unseren Eindrücken und Erlebnissen.

Am nächsten Morgen saßen wir mit Carolyn, Bruce, Patrick und einigen anderen beim Frühstück zusammen. Mary McDonough kam herein, setzte sich neben mich und begann mir über ihre für das nächste Frühjahr geplante Reise nach Italien zu erzählen. So hatte ich auch noch ein nettes Gespräch mit ihr. Später signierte sie auch noch mein mitgebrachtes Buch „ Lessons from the Mountains“. Schließlich kam dann auch noch David Harper zu uns, setzte sich an unseren Tisch und erzählte ein bißchen.

Später am Vormittag verabschiedeten wir uns dann von David, Mary, Eric und Jon und Marion, wünschten allen eine gute Heimreise. Dann war es auch für uns Zeit, unsere Koffer zu packen und uns von liebgewonnen Freunden zu verabschieden.Dieses Wochenende mit euch wird uns unvergessen bleiben !!!

Bis nächstes Jahr, ihr Lieben !

Die Tage danach ...

Gemütlich machten wir uns auf den Weg nach North Carolina, wo wir für einige Tage bei Carolyn zu Gast sein sollten.

Wir verbrachten in ihrem alten Farmhaus einige wunderschöne Tage, saßen den halben Tag quatschend zusammen, bewunderten ihre riesengroße Waltonssammlung, für die sie einen großen Raum zur alleinigen Verfügung hatte. Abends sahen wir gemeinsam und für uns beide zum ersten Mal den Film The Homeoming im Original an, der einfach klasse ist. Unbedingt sehenswert. Von der schauspielerischen Leistung von Patricia Neil war ich begeistert.

Wir wurden mit leckerem Südstaaten-Essen bekocht, wir gingen zusammen aus, besichtigten ein altes Gebäude aus dem vorletzten Jahrhundert und abends saßen wir bei Olivias Applesaucecake und einer Tasse Kaffee zusammen. Mmmmmhhhh!

Zwischendurch reinigte Manfred mal eben die Regenrinnen des Hauses vom Laub und ich führte zwei Telefonate mit Earl Hamner und Eric Scott, die beide während unseres Besuches bei Carolyn anriefen.

Nach drei Tagen hieß es leider Abschied nehmen von Carolyn und ihrem gemütlichen Zuhause. Wir machten uns zurück auf den Weg nach Lovingston, wo wir für den Abend mit Patrick zum Essen verabredet waren. Am nächsten Vormittag ging es noch einmal zum Walton Museum. Auf dem Weg dorthin entdeckten wir dann noch Beth´s wunderschönes Antiquitätengeschäft, in dem wir ein bißchen herumstöberten und uns für eine kleine Öllampe im Stil der "Waltons" entschieden. Dieses Geschäft ist eine Fundgrube und wird jedem Besucher der Gegend wärmstens ans Herz gelegt.

Weitere Bilder unter "Waltons Mountain - Contry Store Route 6"

Nach einem Becher heißen Kaffee fuhren wir schließlich weiter nach Schuyler zum Walton Museum. Nach einem langen Rundgang durch alle Räume verabschiedeten wir uns ein bißchen traurig von allen und allem.

Die nächsten zwei Tage ging es dann bei plötzlich eintretenden Schneefall langsam zurück nach Philadelphia, von wo uns der Flieger wieder sicher in die Heimat zurückbrachte.

Unser Herz jedoch ist auch heute noch in Virginia und North Carolina.

Auf Wiedersehen im nächsten Jahr !!!

   

  
       

Besucher
1616146
Visitors
   © 2012 Rockfish-river.com. All Rights Reserved. | Template designed by lernvid

Real time web analytics, Heat map tracking